Montag, 26. Dezember 2011

Zauber und Magie des Neubeginns

                         
Jeder wird auf seine Weise von 2011 Abschied nehmen.
Für den Einen war es das schlimmste Jahr, der Andere betrachtet es wohlwollend und sagt sich: "Das ist das Leben!" Viele bezeichnen das Jahr 2011 als ihr Jahr der Jahre.
Wie auch immer die Sichtweise auf das vergangene Jahr ist, sollten wir nach vorne blicken, das Jahr 2012 erwartend. Wir sollten dem kommenden Jahr unvoreingenommen eine Chance geben.
Wir müssen mit allem, was uns vorgesetzt wird, zurechtkommen. Manche können sehr gut damit umgehen, die meisten haben aber wirkliche Probleme mit Lösungswegen. Das können wir an dem immensen Literaturangebot erkennen, an den Selbsthilfebüchern, dem Überangebot, das uns fast schon wieder verzweifeln lässt.
Am besten ist es natürlich, wenn man seine eigenen Wege und Möglichkeiten findet, mit unbequemen Angelegenheiten umzugehen. 
Manchmal gelingt das auch, aber bei schwierigen Problemen brauchen wir ganz sicher einen Menschen, der vielleicht einfach nur zuhört, einfach so, mehr wollen wir doch nicht, wir wollen nur ernstgenommen werden.
Leider sind wir nicht immer in der Verfassung, dankbar zu sein. Wir könnten darüber nachdenken, ob wir immer noch mehr und mehr wollen, oder ob wir doch genug von allem haben, uns bewusst machen, dass wir die Liebe nicht in Dingen finden, die wir uns anschaffen.
Der Kalender der Maya endet im Dezember 2012 und wir sehen viele Bücher darüber in der einen oder anderen Buchhandlung. Sie könnten uns Angst einflößen und uns schwarze Bilder vom Ende in uns erscheinen lassen.
Meine persönliche Einstellung dazu ist aber, dass man es auch als ein Ende einer alten Stufe wahrnehmen und akzeptieren kann und mit daran arbeiten könnte, die nächste Stufe zu besteigen, eine neue Stufe des menschlichen und spirituellen Bewusstsein.
Es sollte der Abschnitt eines Zeitalters sein, der uns deutlich macht, dass es einen Neubeginn geben muss, ein neues Miteinander.
Man kann sich nicht davor verschließen, was alles auf der Welt passiert.
Es spitzt sich wirklich rasant zu, so sehr, dass es zu einem Umdenken kommen muss, sonst eskaliert alles und es wird wirklich das vorausgesagte Ende geben.
 
Jeder sollte für sich daran teilhaben und dafür kämpfen, dass wir wieder zusammenrücken, dass wir erkennen, welche Schätze wir auf der Welt haben und dafür sorgen, dass sie nicht weiterhin achtlos zerstört werden. 
Und vielleicht soll der Kalender im Dezember 2012 enden, damit wir endlich aufwachen und erkennen, warum wir in diese wunderschöne Welt geboren worden sind..

Ich wünsche euch allen von ganzem Herzen ein brillantes 2012 mit allem, was das Jahr für euch zum schönsten Jahr werden lässt.

Sonntag, 25. Dezember 2011

Oscar Wilde






It`s an odd thing,
but anyone who disappears
is said to be seen in
San Francisco

Es ist merkwürdig, aber
von jedem, der verschwindet,
heißt es, er sei hinterher in
San Francisco gesehen worden

Oscar Wilde

Freitag, 23. Dezember 2011

Geschenke oder Blockflöte!




Von ganzem Herzen möchte ich euch ein besinnliches, leuchtendes und harmonisches Weihnachtsfest wünschen. 

Und denkt daran, ein schiefer Weihnachtsbaum kann begradigt werden!
Richtet ihn doch mal zusammen auf und lacht, wenn es nicht klappt.

Für 2012 wünsche ich euch vor allem wunderbare Menschen, die euch lustige und interessante Stunden schenken, euch zuhören, wenn ihr Kummer habt, sich mit euch freuen, wenn ihr glücklich seid! 
Ich wünsche euch ebenso, dass einige eurer Vorsätze durchgehalten werden oder euer Leben positiv verändern.
Die Gesundheit steht vor dem Erfolg, deshalb hoffe ich, dass ihr gesund bleibt!
Ich hoffe, dass ihr die Möglichkeit habt, diese atemberaubende Welt zu bereisen.
Was ich mir persönlich ersehne, ist, dass 2012 ein Jahr des Friedens und des Miteinanders wird.
Vielleicht besteigen wir eine neue Stufe unseres menschlichen Bewusstseins, die uns die Einsicht bringt, dass Kriege und Gewalt nur zerstören, nicht heilen.
Warum vergessen manche Menschen, dass uns die Verbindung mit den unterschiedlichen Kulturen bereichert und unsere Herzen öffnet?


 Geschenke oder Blo(g)ckflöte!  
 

Weihnachten! Fest der Sinne und Gefühle, der Familienstreitigkeiten und Versöhnungen.
Es war der Abend davor. Der Baum wurde aufgestellt. Dieses Jahr ohne Stress, denn er passte gleich in den großen Tontopf. Er stand fest, fiel nicht um, war schmücksicher!
Die alljährlichen Weihnachtsklänge lagen in der Luft. Es duftete nach Orangen, Zimt und Weihnachten.
Fröhlich mitsingend  erhielt der grüne Baum sein Weihnachtskleid. Hier ein Plätzchen, da ein Schleifchen. Da unten fehlte noch etwas, da war ein Loch. Der hintere Teil wird gerne vergessen. Die Lichter funkelten, die Stimmung war gelöst.
„Mir kommt es vor, als hätte ich gerade alles weggeräumt, jetzt packe ich die Weihnachtssachen alle wieder aus. Wo ist das Jahr geblieben?“ Eins ist ganz sicher, Weihnachten kommt bestimmt.
„Oh, dieses Jahr waren wir mit dem Schmücken aber schneller als letztes Jahr.“ „Daran kann ich mich nicht mehr erinnern, ich weiß nur, wie schrecklich es war, bis wir den Baum kippsicher aufgestellt hatten.“ „ Letztes Jahr hat dir die Nikolausmütze aber besser gepasst, kann auch ein Kopf dicker werden?“ „Sicher liegt es an deiner neuen Frisur!“ „Witzbold!“ „Macht ihr noch ein Foto, wenn der Baum heute Nacht umfällt, haben wir wenigstens ein Bild von unserem Baum 2006.” 
„ Kannst du die Bäume unterscheiden, sieht er mit deinem traditionellen Schmuck nicht wie der von 1999 aus?“ „ Stimmt, aber du siehst nicht mehr wie 1999 aus, daran kann ich erkennen, dass es der Baum von 2006 ist.“ „Jetzt brauche ich ein Glas Rotwein, um  meinen Kummer zu ertränken, ha, ha!“

Heiligabend im Schnee, wie schön, es schneite schon den ganzen Morgen, Weihnachten 2006. Die Zweige hingen tief, sie litten unter diesen Schneemassen. 
Die Sonne tauchte die Wiese in ein märchenhaftes Glitzern. Vogelspuren auf dem Schnee, klirrende Kälte, rote Wangen, viel Vorfreude auf den Weihnachtsabend.

Jeder war noch damit beschäftigt, die letzten Geschenke  für die Lieben einzupacken und mit Schleifen und guten Ideen zu dekorieren.
In der Küche duftete es nach Genüssen von Tim Mälzer bis Jamie Oliver, ein Gemisch aus verschiedenen Gewürzkompositionen, den Abend erwartend.

Nachmittags saßen wir in gemütlicher Runde um den weihnachtlich gedeckten Kaffeetisch. 
Dieses Jahr wurde viel gebacken. Der Ofen stand nicht still. Jeder wollte sein neues Rezept ausprobieren.
„Und wer muss es wieder essen? Ich! Und dann beklagst du dich, dass die Nikolausmütze nicht mehr passt!“
„Das hat dich aber tief getroffen, scheint mir!“
„Gut, dass ich kein ganzes Nikolauskostüm habe, dann wäre vielleicht mein Bauch auch von dir beleidigt worden.“
„So, es wird Zeit, wir müssen uns für die Kirche umziehen.“
„Komm bitte nicht auf die Idee, dass ich meinen Anzug vom letzten Jahr anziehen muss.“ „Na, Angst davor, dass das Bäuchlein doch nicht reinpasst - ?“
Nach der wunderschönen und feierlichen Messe war nun jeder damit beschäftigt, seine letzten Weihnachtsvorbereitungen zu treffen.
Wir Frauen waren in der Küche damit beschäftigt, alle Weihnachtsköstlichkeiten zu probieren.
Zuerst wurde ganz gemütlich gegessen.
Die Erwartung auf die Geschenke stieg, besonders bei den Kindern.

Plötzlich wurde die Wohnzimmertür aufgerissen und die kleine Tina stürmte zur Tür rein, bewaffnet mit ihrem zermürbenden Musikinstrument, dem Musikschnuller für Anfänger.
Sie schrie unüberhörbar laut:

„Geschenke oder Blockflöte?“ 

Wir guckten uns alle verwundert an und kapierten sehr schnell, dass jetzt ganz schnell Bescherung sein musste.
Da haben wir sicher Glück gehabt, uns schnell für die Geschenke zu entscheiden, das Quietschkonzert hätte sicher kein Ende genommen.
Alle waren zufrieden, die Großen haben guten Weihnachtswein getrunken, der alles Unschöne zum Vergessen brachte, Tina nicht! 

Aber sie hat Glück gehabt, dass der Wein uns zufrieden stimmte und die Klänge der Blockflöte versüßte!



Dienstag, 6. Dezember 2011

Brighton, wer hätte das gedacht?


Vor vielen Jahren besuchte ich Hastings und Eastbourne und habe mir geschworen, nie mehr weiterzufahren und somit habe ich bislang Brighton in die gleiche Schublade gesteckt.
Ganz überzeugt davon, dass es in Brighton nicht besser sein würde, als in diesen beiden Küstenstädten, von denen Eastbourne als der "Wartesaal auf Gott" von den Engländern bezeichnet wird, hielt ich alle Leute davon ab, nach Brighton zu fahren.
Wie so oft im Leben, sollte man doch erst seine eigene Erfahrung machen.
Ab jetzt bin ich absolute Brighton Liebhaberin und jeden Tag erinnere ich mich an die unvergesslichen Stunden dieses Zaubers der englischen Küstenstadt.
Das Seebad mit seinen vielen Gesichtern hat mich so beeindruckt, dass ich jetzt täglich von einem neuen Besuch träume.




Fährt man an der Küstenstraße entlang, könnte man diese englische Stadt wieder in "zu touristisch" einordnen.
Es fing mit dieser ruhigen und etwas anderen Unterkunft an. Der Geruch von selbstgebackenem Brot begrüßte mich schon vor der Eingangstür. Es war alles stylisch und gemütlich. Es gab auch eine Besonderheit:Auf Wunsch wird das Frühstück auf dem Bett serviert.
Zuerst fand ich das nicht schön, aber nach dem ersten Versuch wollte ich das jeden Morgen so.
Joggen kann man am Morgen am wunderschönen Strand mit der Möglichkeit, den steinigen Strand zu umgehen. Wenige Meter vom "Motel Schmotel B&B" (www.motelschmotel.co.uk) entfernt, konnte ich am morgendlichen Aufwachen der Küstenstadt teilhaben.


Begleitet von herrlichen Sonnenbildern und Meeresrauschen, atmete ich die salzige Meeresluft ein und hörte das Klirren der Milchflaschen in der Ferne. Der englische Milchmann war unterwegs! Wie immer, gab es hinterher einen Kaffee.
Ich liebe diese Morgenstimmung in den gemütlichen Kaffeebuden: lesende Kaffeetrinker, eilige "To-Go-Holer", genießende Morning-Tea-Engländer. 
Deshalb joggte ich gleich nach dem Strandlauf mal in den einen oder anderen Kaffeeplatz.
Nach diesen unbeschreiblichen Morgenerlebnissen gab es das aufregende und reichhaltige, mit Liebe zusammengestellte Frühstückstablett aufs Bett: Duftender Tee, braun gebratenes Spiegelei, vegane Bratwürstchen, gebackene Kirschtomaten, baked beans, mushrooms und ganz dicker, fast verbrannter, selbstgebackener Toast lag auf dem Teller. Das Gesamtbild wurde durch einen kleinen Blumenstrauß zur bleibenden Erinnerung.


Der Duft der Frühstücksvorbereitungen hat mich schon morgens um 7 Uhr geweckt. Er zog langsam unter der Tür durch und dann direkt in meine Nase. Unglaublich, dass ich dann noch mein Sportprogramm durchziehen konnte.
Gleich nach diesem Frühstücksevent ging es dann auf Entdeckungstour und die wollte nicht enden:
Royal Pavilion, wie so typisch in England:selbstgestrickt
North Laine in Brighton, das ist der Geheimtipp:

(http://www.northlaine.co.uk/northlaine-information.html).                                                     
Über 300 Geschäfte, 33 Cafés und so viele Restaurants bereichern diese wunderschönen, kleinen Straßen.
Nein, es waren nicht die üblichen Geschäfte, es waren die alternativen und die crazy Shops, die Cafés von kultig und originell bis nie gesehen.
Man konnte sich kaum entscheiden, man musste mehrmals am Tag Cupcakes und Co. genießen. North Laine erinnert an die "kleinen Straßen" im Jordaan in Amsterdam, da ist es auch so bunt und belebt!

Nicht nur diese nie gesehenen Straßen sondern auch der "Royal Pavilion" war ein Genuss für die Sinne.
Dieses monumentale Bauwerk ist der exotischste Palast in ganz Europa. Er wurde vielen Palästen Indiens nachempfunden und ist im chinesischen Stil eingerichtet.
Ich habe ihn nicht von innen besucht, aber der Gang um das Gebäude herum hat mich schon sehr fasziniert. Allein dieses architektonische Wunderwerk könnte der Anlass sein, das Seebad Brighton zu besuchen!
Hinterher bin ich zum wohl royalsten und kleinsten Café, mit einer der außergewöhnlichsten und vielfältigsten Sammlung seit Urzeiten der "Royal Family",  spaziert!

Kitsch und kitschiger, am kitschigsten kann doch nichts mehr auf der Welt sein. Von gehäkelten Teewärmern bis hin zu einer Lichterkette aus Queenköpfen, einfach skuril!
Das reichhaltige Angebot von cream tea bis hin zu malerischen Cupcakes mit Kronen, aber ohne Prinz Charles aus Marzipan, brachte mich fast zur kulinarischen Verzweiflung.
Nach diesem Besuch fühlte ich mich ganz royal vereinnahmt!
Da half nur noch ein langer Spaziergang am herrlichen Steinstrand, um diese Vielfalt an königlichen Dingen aus seinem Kopf zu bekommen. 

Aber gleich ging es dann auch zum Pier, dem Steg mit Lichtern, Karussels und Spaß. Es hat schon etwas Bizarres, diese untergehende Sonne, der illustre Laufsteg über dem Meer und das Rauschen der Brandung...Chips und schon gar nicht Fisch konnte mich locken, heute Abend war endlich der Abend der Abende:
Jamie Olivers Restaurant.
Man konnte froh sein, wenn man dort ohne Vorbestellung noch einen Platz bekommen hat.
Glück gehabt!
Es war sogar ein Platz, mitten im Geschehen und trotzdem gemütlich, frei. Ein Treiben und ein Geschwatze, wie im Taubenschlag. So richtig italienisch, lebendig! Ich habe einfach die Speisekarte rauf und runter bestellt.
Von Fingerfood über Chips mit Kräuterbutter, Burrata und dann Salat mit nie gekannten Variationen. Ich liebe dieses Abenteuer Kochen, das Jamie einfach vermittelt, auch wenn er nicht im Restaurant ist. Seine Person spiegelt sich in allen Ecken wider: wild, geschwätzig und lustig, nervös und kreativ, schelmisch und einfallsreich.
Jamie, allein schon wegen dir komme ich wieder, das steht felsenfest!
Dieses wildromantische, englische, bestechende Seebad wird mir keine Ruhe mehr lassen, denn ich konnte noch Vieles nicht entdecken.
Wie schön, dass Erinnerungen immer wieder aufleben können, abgerufen werden können und nicht verdrängt werden müssen. Brighton hat mir das gegeben, was ich zu dieser Zeit brauchte und ich freue mich, dass ich meine Meinung ändern konnte und wieder etwas dazugelernt habe, nämlich, kein Vorurteil über Dinge zu fällen, die ich nicht selber erlebt und gesehen habe.

Sonntag, 4. Dezember 2011

Snickerdoodles - Cookies aus Amerika


Snickerdoodles haben nichts mit unserem Schokoriegel zu tun, man stellt sie auch nicht mit Erdnussbutter her. Diese Cookies verzaubern durch ihre Einfachheit, knuspern und sind einzigartig.
Weil man sie vor dem Backen in Zimtzucker wälzen muss, schmecken sie außergewöhnlich.

Gebt  230 Gramm weiche Butter in eine Rührschüssel und mixt alles mit 300 g Zucker so lange, bis alles schaumig geworden ist.

Danach fügt ihr dann 2 Eier hinzu und verquirlt sie mit der Masse.
Nach und nach 350 g Mehl unterrühren, das vorher mit 3 Tl Backpulver vermischt wurde.
Natürlich darf  1/4 Tl Salz nicht fehlen, sonst käme das Rezept ja auch nicht aus Amerika!
Wie das bei Cookieteig so üblich ist, ist die Angelegenheit etwas klebrig.
Meine Erfahrung ist es daher, Teig mit 2 Esslöffeln zu entnehmen und diesen in einer Schüssel erst einmal in einem Zimtzuckergemisch herumzuwälzen.
Danach auf Zimtzucker auf der Arbeitsplatte ganz flach drücken und nochmals mit einem breiten Messer auf die andere Seite drehen, damit das Zuckergemisch von beiden Seiten an die Plätzchen gelangt. Und das ist das Geheimnis.
Vorsicht! Legt sie nicht zu dicht nebeneinander auf das mit Backpapier ausgelegte Backblech, denn sie fließen noch bei der Hitze auseinander. Die Backzeit beträgt bei 175 Grad ungefähr 25 Minuten. Die Snickerdoodles müssen noch weich sein, wenn ihr sie aus dem Backofen nehmt.
Nach dem ersten Probieren könnt ihr einfach nicht mehr aufhören.
Die kleinen runden Verführer knuspern, zerschmelzen auf der Zunge und verdrehen euch den Kopf!
Achtung, die Cookies sind nur 3 Tage haltbar. Aber ich bin ganz sicher, dass sie vorher schon alle verputzt werden!

Frühstücksbagels und Käsestangen





Bagels zu backen, ist etwas seltsam, man muss sie nämlich vor dem Backvorgang kurz in heißes Natronwasser legen. Natürlich sehen sie nicht so perfekt wie beim Bagelbäcker aus, aber sie schmecken!

Man stellt einen Hefeteig aus folgenden Produkten her:

1/2                      Würfel frische Hefe
200 ml               lauwarmes Wasser
350 g                  Weizenmehl
1 Tl                     Zucker
1 Tl                     Salz
3 Tl                    weiche Butter

2,5 g                  Natron   (ins heiße Wasser geben)

Hefe in Wasser auflösen, eine Prise Zucker hinzufügen, danach alles zusammen in eine Schüssel geben und zu einem seidenweichen Hefeteig verrühren.
Ich nehme nur die Hälfte davon für 5 Bagels, die andere Hälfte verarbeite ich zu Käsestangen.

Jetzt Mehl auf eine Arbeitsplatte geben, von der Hälfte des Teigs 5 Kugeln auf der bemehlten Fläche formen, mit einem dicken Holzstab in die Mitte  dicke Löcher drehen und einzeln in das in der Zwischenzeit erhitzte Natronwasser geben. 1 Min. darin liegenlassen und die vorgekochten Bagels danach auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen.

Den Rest des Teigs zu kleinen "Würstchen" rollen und auf dem Backblech  drehen. Danach mit geriebenem Emmentaler bestreuen.

Backzeit für die Bagels und die Käsestangen zusammen auf einem Backblech: 15 - 20 Minuten bei 200 Grad

Viel Spaß beim Backen und Essen!

Man kann auch die Bagels mit Eiklar bestreichen und mit Mohn oder Sesam bestreuen.




Advent - Zwei Köstlichkeiten - Ein Teig


Einige Leute schmücken ihr häusliches Umfeld immer früher adventlich, die Weihnachtsmärkte öffnen viele Wochen vor Weihnachten ihre Tore.
(Fast) jeder liebt diese Jahreszeit der betörenden Düfte nach Muskatblüte, Kardamom und Co. Die Dunkelheit hüllt alles in warmen Lichterglanz und gibt uns das wohlige Gefühl:
Die Welt könnte in Ordnung und so schön sein.
Vielleicht verlängern wir deshalb diese Illusion, um zeitweise von allem, was jeden Tag auf uns einstürmt, Abstand gewinnen zu können.
Eine Möglichkeit der Befreiung vom Alltagsgeschehen ist das Backen bei schöner Weihnachtsmusik. Lustig ist auch schön, dazu sage ich nur:

Muppets Weihnachts-CD! 

Dieses Mal wollte ich mit meiner traditionellen Weihnachtsbäckerei beginnen:

"Hanseaten" und eine Leckerei für den heimeligen Kaffeeklatsch am Samstag, Sonntag oder Alltag.

Ich fülle 500 g Mehl Type 405 in eine Backschüssel, gebe 125 g Zucker, 1 P. Vanillinzucker, etwas Salz, Rumarmona (1 kl. Fläschchen) sowie ein XL Ei dazu und verrühre alles zu einem homogenen Mürbeteig.
Den Teig teile ich danach in zwei Hälften und beginne mit meinem "verkleideten Apfel":



Meine Teighälfte ist für 4 Personen:

Je nach Anzahl der Personen Äpfel von der Schale befreien, mit einem Apfelausstecher in der Mitte das Kerngehäuse entfernen, diese dann mit 1 Marzipankugel, Zimtzucker, Butter, Mandeln und etwas Muskatblütenpulver füllen.
Etwas von dem vorbereiteten Teig dünn ausrollen (rund), den kompletten Apfel damit "einkleiden" und mit einer Mischung aus flüssiger Butter, Zucker und Zimt bestreichen.
Da immer ein spezieller Backapfel, wie Boskop, Cox oder Bramley, die beste Apfelsorte ist, geht der Backvorgang mit diesen Sorten schneller.
Man gibt die mit Teig umhüllten Äpfel in den Backofen und backt sie bei 200 Grad.
Nach 15 Minuten schalte ich den Backofen auf 150 Grad und lasse den Apfel garen. Er sollte weich sein, das kann man gut mit einem Holzstab testen.
Plant ungefähr 35 bis 40 Minuten ein.
Dazu schmeckt sehr gut ein heißer Vanillepudding oder frisch geschlagene Sahne.
Noch eine Variante:
Flüssige Butter mit Zimtzucker über den Apfel geben, ist sehr einfach, aber unglaublich lecker.

Mit diesem Backapfel im Teigmantel verzaubert ihr ganz sicher eure Gäste, die ab diesem Kaffeeklatsch immer zu euch kommen möchten! Schmeckt einen Tag nach dem Backen noch würziger!

Rezept für die Hanseaten und den versteckten Apfel im Überblick:

500 g Mehl Type 405
125 g Zucker
1 P. Vanillinzucker
etwas Salz
1 XL Ei
1 Fl Rumaroma
250 g Butter

1 ganzer Apfel pro Person
1 Marzipankugel pro Person
Zimtzucker, flüssige Butter
1 Tl geh. Mandeln
etwas Muskatblütenpulver
1 Tl flüssige Butter
                                                               




                                                               Hanseaten


Die andere Hälfte des Mürbeteigs auf einer bemehlten Fläche dünn ausrollen. Runde Plätzchen ausstechen und 15 - 20 Minuten bei 200 Grad backen.
Ich mag die Plätzchen eher dunkel. Falls ihr hellere bevorzugt, dann bitte die Backzeit verkürzen.

In der Zwischenzeit Puderzucker mit Himbeermarmelade (ohne Kerne) und etwas Wasser glattrühren und noch mehr Himbeermarmelade zum Bestreichen bereitstellen.

Nach dem Abkühlen je ein Plätzchen mit Himbeermarmelade bestreichen und ein anderes Plätzchen auf die Marmeladenseite drücken. Die Oberseite mit dem roten Puderzucker bestreichen.
Geröstete Walnusshälften in die Mitte setzen und fertig ist das kleine Plätzchenwunder.


Glasur: 

125 g Puderzucker
1 Tl Himbeermarmelade ohne Kerne
ungefähr 1 El Wasser

Himbeermarmelade ohne Kerne für die Füllung

Walnusshälften im Backofen rösten, dafür die Hälten auf ein Blech mit Backpapier legen und insgesamt 6 Min. bei 150 Grad im Ofen braun werden lassen, nach 3 Minuten die Nüsse wenden!




Samstag, 23. Juli 2011

Ein Traum von England


September.
Diese Reise wurde überhaupt nicht geplant, es wurden nur die Fährtickets gebucht und wie es sich später herausstellte, sollte es die erlebnisreichste und wunderschönste Zeit in England werden!

Die Fahrt nach Calais war frühmorgens und wie immer hielten wir in "Sevenum", kurz hinter der deutschen Grenze, und frühstückten ausgiebig.
Spätestens hier stellt sich die Urlaubsstimmung mit enormer Vorfreude ein.
Den nächsten Cappuccino gibt es immer kurz vor Calais, der schmeckt dann schon richtig nach Urlaub!
Calais!
Mit ratternden Reifengeräuschen fuhren wir über die Brücke direkt in den Bauch unserer P&O-Fähre.
Alles ist gut organisiert und wird täglich viele Male durchgeführt, come and go stündlich.
Die ersten Reisenden saßen schon vor ihrem kühlen Bier und den mitgebrachten Sandwiches.

Sehr viele Engländer machen Tagesreisen nach Frankreich und nutzen günstige Einkäufe auf dem Schiff.

Belgien haben wir nun längst hinter uns, aber der Küstenstreifen ist noch wie ein kleiner Strich erkennbar.

Wir gleiten auf leicht bewegter See dahin und da, da sind sie!!!

Die "White Cliffs of Dover"!

Die weißen Kreidefelsen lachen uns freundlich im Sonnenlicht zu, kein Regen, keine Wolken, pure Sonne.
Und diese leuchtende Verheißung sollte uns 3 Wochen begleiten.

Wie man uns sagt, ist September eine gute Reisezeit für England, was sich auch rundherum bestätigte.

Whitstable sollte das erste Ziel sein.
Canterbury heben wir uns immer für den letzten Tag auf.

Wir rollten gespannt, natürlich links, in Richtung Canterbury, denn Whitstable ist ein kleiner, verträumter Badeort in der Grafschaft Kent, zur Stadt Canterbury gehörend.
Im Sommer ist der Urlaubsort sicher überlaufen, aber jetzt tummeln sich dort nur viele Einheimische.

Aber zuerst musste eine Unterkunft für eine Nacht gefunden werden.

Kaum zu übersehen war das Hinweisschild "Cherries B&B", das uns einladend in Pfeilrichtung zog.
Und wie "cosy" das war!
(www.thecherries.net)
Eine lustige und unkomplizierte Engländerin zeigte uns das schönste Zimmer, das Zimmer, das ich mir für meine erste Englandnacht gewünscht habe: nostalgisches, weißes Eisenbett, Kirschbettwäsche mit vielen Rüschen, tausend Kuschelkissen, Vorhänge mit kleinen Kirschen im typischen, englischen Countrystyle.

Im Kaminzimmer standen schon "Tea and Biscuits", serviert vor dem Kamin auf einem Couchtisch aus englischem Stoff.

Nach diesem lauten und witzigen Empfang eroberten wir Whitstable.

Dieser winzige Fischerort ist bekannt durch seinen Fischereihafen und dem Austernhandel.

Kleine, malerische Häuser, Pubs und Restaurants reihen sich aneinander und zeichnen diesen lieblichen Ort aus, die Luft riecht nach Meer und Sonne.
Feurig wurde es in einem indischen Restaurant.
Wie ihr wisst, mag ich richtig scharfes Essen, aber dieser Abend hat alles getoppt. So ähnlich muss sich ein Feuerspucker fühlen!
Nie mehr bestelle ich in einem indischen Restaurant in England "hot and spicy", in Deutschland bekommt man "scharf" ansatzweise würzig scharf, aber hier...
Da half kein Wasser, kein Brot, sondern nur die Zeit.
Dieser Abend war so ein schöner Start und das Glas " white housewine" im Pub mit Livemusik nach dem indischen Feueressen ließ mich wirklich richtig gut in der Kirschbettwäsche schlafen.
Geweckt wurde ich am nächsten Morgen von Duftvariationen aus gebratenen Eiern und verbranntem Toast,vermischt mit dem Geruch nach Hund, der sicher vorher hier - hoffentlich nicht  im Bett, sondern neben dem Bett -  geschlafen hat.

Auf jeden Fall war dieses Frühstück so gut und reichhaltig,   Kalorienzählen würde den Taschenrechner zum Qualmen bringen:
Gebratene Pilze und Tomaten, vegetarische Würstchen, Baked Beans, Toast, aber mit viel Fett in der Pfanne geröstet, Orangenmarmelade, Porridge und, und und............und natürlich ganz viel English Breakfast Tea!

Nach einem herzlichen Abschied fuhren wir nun in Richtung Salisbury. Nicht zu vergessen, immer schön links!
Sanfte Hügel, dunkelgrüne Schafweiden, viele Hecken und das Gefühl von allem abgeschieden zu sein, das Inselgefühl, stellte sich schnell ein.
Hier waren nur die Engländer und wir!
Eine dringende Pause war unbedingt nötig, ich sage nur:
"English Breakfast Tea".
Wir hielten an einem Rastplatz, der in England sehr gut ausgestattet ist, vor allem mit einem Supermarkt und überall gibt es English Tea!!

Die lange Autoschlange zeigte uns, dass wir uns kurz vor Stonehenge befanden, das auch schon in der Ferne zu erahnen war.
Meine Erwartungen machten mich unruhig, denn mystische Plätze sind wirklich ein Mittelpunkt in meinem Leben. Ich durchlebe dann in meiner Fantasie die Geschichte und stelle mir vor, wie es gewesen wäre, zu diesen Zeiten gelebt zu haben.
Ich sehe viele Kriege, viel Blut und Tragik, und im Gegensatz dazu die Gemeinschaft und ein starkes Miteinander beim Kampf ums Überleben. Ich fühle aber auch das Leben, das in vollen Zügen genossen wurde, ich spüre die Lust unserer Urahnen, Feste zu feiern und zu tanzen.

Leider sind natürlich diese historischen Fleckchen sehr begehrt und werden durch "Fressbuden" und Shops zur Realität der heutigen Überflussgesellschaft.
Hingegen der Ort der Steingiganten ist still, verzaubernd und die Besucher verhalten sich ehrfurchtsvoll.
Manche meditieren, einige Leute liegen schlafend und träumend im Gras.

Stonehenge wurde in der Jungsteinzeit errichtet.
Eine Megalithstruktur umgibt eine Grabanlage, und wiederum konzentrische Steinkreise wurden rundherum angelegt.
Unfassbar, wenn man sich vorstellt, dass die technischen Mittel fehlten, die Steinbrocken zu errichten, damals geschehen nur durch Menschenhand und -kraft.
Für mich wird wieder deutlich klar, dass man etwas erreichen kann, wenn man es nur von Herzen möchte.
Das setzt enorme Kräfte frei.
Zielgerichtetes Durchhaltevermögen wurde in diesen Zeiten gebraucht.

An diesem mystischen Platz kann man das Spiel der Sonne zwischen den majestätischen Steingebilden, der durchdachten Struktur, das Sonnenlicht an sich zu binden, mit allen Sinnen erleben

In Salisbury übernachteten wir im "Scotland B&B", etwas unheimlich, wirklich, aber mit freundlichen Inhabern. Trotzdem war ich froh, als wir abreisen konnten (http://www.scotlandlodge.co.uk/). Vielleicht hatte es etwas mit dem Namen "Schottland", dem Land der Sagen und Geister zu tun, denn ich hatte vehemente Träume, unheimliche Szenen spielten sich da ab.
Am Vorabend sind wir noch in die Stadt Salisbury gefahren, welche am Zusammenfluss von Avon und Wiley liegt, und auch wegen der berühmten Kathedrale mit dem Beinamen "Marienkathedrale"  wirklich sehenswert ist.
Ein Spaziergang durch die Stadt mit den schönen Fachwerkhäusern war ein kleines Erlebnis.

In einem gemütlichem Pub am Flussufer haben wir den erlebnisreichen Tag mit einem Cider und Sandwiches beendet. Am nächsten Morgen sollte es in Richtung Dartmoor (http://www.dartmoor.co.uk/ ) weitergehen.

Dartmoor in Devon, das erinnert mich vor allem an die kleinen Straßen, in denen man sich durch die hohen Hecken gefangen fühlt, aber trotzdem keine Panik bekommt. Man muss nur höllisch aufpassen, wenn ein Auto entgegenkommt. Der Fahrersitz ist ja auch auf der anderen Seite, deshalb erschwert es auch die Sicht.

Die reetgedeckten, weißen Steinhäuser mit den bunten, blumenreichen Gärten und der bizarren Moorlandschaft mit den kleinen Wildpferden, erinnert an eine Postkartenromantik.

Geschlafen haben wir im "Gages Mill" B&B (http://www.gagesmill.co.uk/).

Zwei unvergessliche Dartmoortage mit vielen Wanderungen, Cream Teas, English Breakfasts, schönen Dörfern und viel Ruhe lagen hinter uns und wir machten uns auf nach Cornwall.

Hier haben wir für eine Woche ein Cottage gemietet, damit wir mal eine Woche an einem Ort bleiben konnten (http://www.seawitchcottage.com).

Das Cottage war ein toller Ausgangspunkt für viele Unternehmungen und Besichtigungen.

Vorher haben wir aber noch Plymouth angesehen, was sich für mich als Flop herausgestellt hat.
Die Stadt ist laut und groß, ich hatte sie mir anders vorgestellt.

Hingegen Polperro (The Kitchen, Hauptstraße, typisch Englisch!), Looe (Café Fleur - East Looe), Mousehole (http://www.jessiesdairy.co.uk/), St. Ives und Penzance waren wirklich alle landestypisch und sehenswert.
Ich dachte immer, dass diese Idylle nur im Film Wirklichkeit würde, aber in der Realität war alles noch viel berauschender.
Von Mousehole kann man über herrliche Küstenwege kilometerweit laufen, und fühlt sich als Statist in Pilcher Filmen!
In diesem kleinen Ort leben viele Maler, die hier wirklich ein Leben lang Motive finden werden.
Wir sind auch stundenlang über Felsen sowie Stock und Stein gewandert, und konnten im Anschluss daran bei starker Hitze lange am Strand sitzen.
Am Lizard Point und Land`s End haben wir viele wilde Ponyherden auf langen Küstenwanderungen getroffen. Ein Pony ist hinter uns hergetrottet, wir haben es aber zur Herde zurückgeführt.

Die "Coastal Pathways" sind gut markiert, teilweise sehr steil und eng an Klippen entlang, aber das vermittelt die tiefe Verbundenheit mit der Natur, die alle Engländer so schätzen.
Von unserem Parkplatz aus erreichten wir über schmale Wege eine Bucht mit bizzaren Klippen, die aus dem Wasser herausragten, umspült von tosenden Wellen  in der Sonne, umrahmt vom Grün der Weiden auf den Klippen.
Inmitten dieser atemberaubenden Natur lag ganz versteckt ein kleiner Pub, in dem man den echten "Cornish Cream Tea" bestellen kann: 2 Scones, Clotted Cream, Erdbeermarmelade und 1 große Kanne English Tea, oh, das macht echt süchtig und setzt nach einer 5-stündigen Wanderung garantiert nicht an.
Man konnte draußen sitzen und das Naturschauspiel beobachten.

Die Faszination der Natur, das gemütliche Beieinander, die verbindlichen und redseligen Engländer, die prachtvollen Gärten und die Abgeschiedenheit zeichnet die Insel aus.
England ist von einer Eigenart geprägt, die jeder für sich selber erleben muss.

Vollkommen zufrieden und erschöpft genossen wir im ortseigenen, traditionellen Pub ein vegetarisches Essen der Superlative.
Man wird in England überhaupt nicht schief angesehen, wenn man sich als Vegetarier outet.
Durch Linda McCartney ist "Vegetarian Food" bekannt geworden, und in jede Speisekarte eingebunden.

Ein neuer Morgen, Sonne und ein stahlblauer Himmel!

Heute geht es nach Porthcurno, wo man das weltberühmte "Minack Theatre" findet. Nur konnte ich die Straße, die mich dorthin führen sollte, einfach nicht finden.
Deshalb habe ich am Strandparkplatz geparkt,und bin zu Fuß zum weißen Sandstrand gegangen.
Ich musste mir immer wieder sagen, dass ich nicht im Süden war, sondern in Cornwall.
Tiefblaues Meer, warme Sonne und badende Leute und... ganz oben in schwindelnder Höhe zeigte sich mir das Theater!
Ein Schild mit einem Pfeil nach oben ließ die Richtung erkennen: Das war endlich der Weg zu Rowena Cades` Freilichttheater mit dem paradiesischen Garten.
Nicht nach unten sehen, immer nach oben!
Glaubt mir, es war einzigartig, aber nie im Leben würde ich nochmal da hochsteigen. Der Weg war nicht nur schmal, sondern wirklich steil!
Aber was ich danach sehen durfte, werde ich ganz sicher nie mehr vergessen (http://de.wikipedia.org/wiki/Minack_Theatre).
Ein Schauspiel ohne Akteure, wie sollte es nur sein, wenn man abends an einem Stück von Shakespeare teilhaben konnte?

Das Freilichttheather wurde einfach in die Felsen gehauen und die Hauptkulisse bildet das tiefblaue Meer, die von Gras bewachsenen Sitze sind wie in einem Amphitheater angeordnet.
Der exotische Garten mit seinen mediterranen Pflanzen und vielfarbigen Blumen bringt den nötigen Farbklecks in das  außergewöhnliche Theater. 
Das Museum erzählt von Rowena Cade und ihrem Lebenswerk, von der Idee, der Entstehung und den Erfolgen der Freilichtbühne.

Erfüllt von diesen Eindrücken, haben wir in der Bucht von Porthcurno im eiskalten Wasser gebadet.

Abends sind wir ins angesagte Gourmet Burger-Restaurant von St. Ives gegangen (http://www.blasburgerworks.co.uk/our-food.html ). Die außergewöhnlichen Burger konnte man sicher nur dort genießen.
St. Ives hat drei verschiedene Strände und eine italienische, rivieraähnliche Atmosphäre (http://www.stives-cornwall.co.uk/about-stives.html.)
Die Innenstadt ist sehr italienisch und lebt natürlich von seinem lebendigen Tourismus.


Am zweiten Abend durften wir wieder feststellen, wie ideenreich man vegetarisch kochen kann.
Der herrliche Blick auf den Hafen hat den Abend perfekt gemacht
(http://www.coastcornwall.co.uk/vegetarian-restaurant-cornwall).
Der zweite Teil dieser von viel Glück und wunderschönen Erlebnissen begleiteten Reise folgt bald!

Dann erzähle ich euch von Tintagel Castle, Exmoor, Lynton (englische Schweiz), von Shakespeares Geburtsort und Julius Caesar, Glastonbury und Canterbury, und auch vom krönenden Abschluss der Englandreise in der weltbekannten,belgischen Stadt Brügge.

Donnerstag, 14. Juli 2011

Im Licht


Du siehst mich
In dieser sich verändernden  Welt -  du bleibst
Gedanken, die nie mehr bedrückend werden dürfen
Wolltest meine Seele mit deinem glitzernden Segen und Schmeicheln tränken, 
Still, geduldig,
Du warst da, 
Nie vergessend, das Trocknen der Tränen 
Ich bin befreit
Verlorene Zeit, die ewige, - vergangen
Schillernde Welt,
Im Licht

Gabriele


                                                      

Freitag, 1. Juli 2011

Aus Hermann Hesses "Stufen"

"Street Art", Berlin 2011



....und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben. 
 
Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten,
An keinem wie an einer Heimat hängen,
Der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,
Er will uns Stuf' um Stufe heben, weiten.
Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise
Und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen,
Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,
Mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.....

(Auszüge aus "Stufen", Hermann Hesse)

Mittwoch, 29. Juni 2011

Ein Sommerbeerenkuchen

Schreckt nicht vor Johannisbeeren zurück, sie sind zwar extrem sauer, aber in dieser Kombination ein erfrischender Genuss.
Für den Mürbeteigboden knetet ihr einfach aus 300 g Mehl, 100 g Zucker, 2 gestr. Tl Backpulver, 1 P. Vanillinzucker, etwas Salz, 1 frischen Ei sowie 150 g Butter den Teig.
Wenn ihr eine kleine Kuchenform nehmt, könnt ihr am nächsten Tag nochmals einen anderen Kuchen backen, denn die Hälfte reicht dann. 
Die Form darf nicht eingefettet werden. Verteilt den Teig gleichmäßig und zieht den Rand hoch. Dann bei 200 Grad im Backofen mittelbraun backen.

Während der Kuchenboden im Ofen ist, könnt ihr nun den Vanillepudding zubereiten.
Dafür braucht ihr 1 l Milch, 5 geh. El Speisestärke, 2 Eier, 100 g Zucker und 2 Vanilleschoten.
Von der Milch ungefähr 200 ml in eine kleine Rührschüssel geben, die Speisestärke und die Eier darin verrühren, den Zucker ebenfalls unterrühren. Die Vanilleschoten halbieren und das herausgekratzte Mark zur Eiermilch geben.
In der Zwischenzeit die restlichen 800 ml Milch aufkochen lassen, von der Kochstelle nehmen und den Inhalt der Rührschüssel mit einem Schneebesen schnell unterrühren und wieder aufkochen lassen, bis die Masse Blasen zeigt. Der Vanillepudding muss etwas dicker werden, weil er ja auf dem Tortenboden fest werden soll.

Jetzt eine Schale Johannisbeeren (rot) gründlich waschen und die Beeren mit einer Gabel von den Rispen befreien.
Zucker in eine Schüssel geben und die Früchte darin ziehen lassen.
Ab und zu den Pudding durchrühren, damit sich keine Haut bildet!

Jetzt könnt ihr den Tortenboden aus dem Backofen nehmen und etwas erkalten lassen.

Nun den Vanillepudding auf dem Tortenboden verteilen und gleich danach die gezuckerten Sommerbeeren auf den Pudding geben. Mit geschlagener und gesüßter Sahne schmeckt der Kuchen noch besser. Man könnte auch etwas geschlagene Sahne unter den Vanillepudding heben, falls dieser zu fest geworden ist.

Dann lasst es euch mal schmecken!